fairgebraucht – Elternratgeber

Fair & nachhaltig von Geburt an


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Kleingarten und Kinder unter einem Hut

5 praktische Tipps, um das Gartenerlebnis für alle Beteiligten angenehm zu gestalten

Tipp 1: Pflegeleichte Pflanzen anbauen

Während der ersten Zeit haben wir vor allem folgende Pflanzen angebaut:

Unter den Obstbäumen haben wir ein wenig Muttererde aufgetragen, um Kapuzinerkresse auszusäen. Die essbaren Blüten dekorieren nicht nur den Salat herrlich, sondern bringen oft auch Samen hervor. Diese werden entweder aufgelesen oder verbleiben bis zum nächsten Frühjahr im Boden, um sich selbst wieder auszusäen. Auch andere Sorten wie Feldsalat oder Ruccola säen sich immer wieder selbst aus, wenn ca. zwei Pflanzen bis zur Samenbildung stehen gelassen werden.

 

Tipp 2: Mischkulturen stärkt selbst angebaute Kulturen

Ebenso bunt wie das Leben sehen bei uns die Gemüsebeete aus. Auf diese Weise profitieren vor allem die Pflanzen. Einerseits werden Schädlinge abgehalten, an den zarten Blättchen zu naschen. Gleichzeitig stärken sich Gemüsepflanzen gegenseitig durch einen gemeinsamen Aufenthalt auf dem Beet.

Folgende Kulturen mischen wir gern:

  • Zwiebeln, Möhren, Erbsen
  • Kartoffeln, Kürbis und Ringelblume
  • Borretsch und Gurken
  • Erdbeeren und Knoblauch
  • Rote Beete und Blattsalat
  • Tomate, Zucchini, Fenchel, Sellerie
  • Bohnen, Dill, Sellerie
  • Porree, Bohnen, Kohlsorten, Rote Beete, Sellerie

Praktische Tipps und Anregungen hierzu haben wird von Marie-Luise Kreuter. Im Gartenratgeber Der Biogarten: Das Original hat sie zahlreiche Tipps und Anregungen für ein spannendes und vor allem nachhaltiges Gartenleben zusammengefasst.

Tipp 3: Mulchen vereinfacht die Gartenpflege und fördert das Wachstum

Sobald die ersten Jungpflanzen die Köpfe durch die Muttererde stecken, beginnen wir dann ab Ende April beziehungsweise Anfang Mai mit dem Mulchen. Hierzu nutzen wir einfach die Überreste des gemähten Gartenrasens.

Das Gras trocknen wir direkt auf der Wiese beziehungsweise gleich zwischen den Beeten. Auf diese Weise können wir während des Gärtnerns neue Mulchschichten mit einem Handgriff direkt auftragen.

Es ist hilfreich, den Boden vor dem Mulchen von Unkraut zu befreien und mithilfe einer Harke etwas zu lockern. Anschließend wird noch einmal gegossen und gleich danach eine Mulchschicht (circa 2-3 Zentimeter dick) mit trockenem Material um die (Jung-)Pflanzen aufgetragen.

Wird noch nicht getrocknetes Gras verwendet, sollte der Boden vorerst nur leicht bedeckt werden. Sobald das Material getrocknet ist, werden schrittweise weitere Schichten aufgetragen.

Drei Vorteile des Mulchens:

  • Unkraut wird am Wachstum gehindert, Pflanzen gedeihen besser
  • Der Boden trocknet auch an sehr heißen Sommertagen nicht sofort aus. Es muss infolge dessen nicht täglich gegossen werden.
  • Durch die Mulchschicht siedeln sich natürliche Organismen in den oberen Bodenschichten an und werten diese auf. Dadurch wachsen Gartenpflanzen besser.

Tipp 4: Selbst hergestellter Dünger schützt vor Schädlingen und stärkt die Pflanzen

Es gibt Leute, die meinen, bei Brennnessel, Ackerschachtelhalm und Borretsch handelt es sich um Unkraut. Aber nein, der Schein trügt. Aus diesen Pflanzen lässt sich ein herrlicher Öko Dünger selbst herstellen. Damit können wir komplett auf Chemikalien in unserem Kleingarten verzichten.

Zur Herstellung des Öko Düngers schneiden wir eine Sorte der Kräuter in einem Topf klein. Metallgefäßge sollten vermieden werden. Es empfiehlt sich Ton oder Kunststoff.

Wir füllen circa ein Viertel des Gefäßes und gießen zum Schluss den Rest mit Regenwasser auf.

Danach stellen wir den Sud abgedeckt in die Sonne. Täglich einmal muss das Gemisch mit einem Holzstock umgerührt werden. Nach circa sieben bis zehn Tagen ist der Pflanzendünger fertig. In verdünnter Form können die Pflanzen einmal wöchentlich gegossen werden.

Ein natürlicher Dünger aus Brennnessel führt den Pflanzen nicht nur zahlreiche Nährstoffe zu, sondern vertreibt auch unbeliebte Gäste. Hierzu ist es gut, befallene Stellen direkt mit einem Pflanzensprüher einmal täglich zu behandeln.

Tipp 5: Erhöhte Beete vereinfachen das Miteinander in Familie

Kurz, nachdem unser Kind mit dem Laufen begann, wurde uns schnell klar, dass wir keine Lust hatten, stets auf die Beete aufzupassen. Kurz entschlossen nahmen wir eine Umgestaltung der Beete im Kleingarten vor. Dabei arbeiteten wir in jedes Hochbeet in Miniformat gleich ein wenig Kompost mit ein. Die Wege lassen wir noch heute ein wenig zuwachsen, dann steht immer wieder eine Extraportion Mulch zur Verfügung.

Interessanterweise dienen diese Pfade als intuitiver Wegbereiter und Hinweise für die Kinder werden unnötig. Infolgedessen genießt die ganze Familie den Gartentag.


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Rezept: Holundersirup selber machen

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Erfahrt hier, wie einfach es ist, Holunderblütensirup selbst zu machen ohne Zitronensäure.

Hier findet Ihr mein Lieblingsrezept mit Holunderblüten, Limetten, Kokosblütenzucker und Wasser.

Zutaten für Holundersirup:

  • 12 Dolden Holunderblüten
  • 480 Gramm Kokosblütenzucker
  • 800 Milliliter Wasser
  • 3 unbehandelte Limetten

So geht´s:

Das Wasser wird in einem Topf gemeinsam mit dem Kokosblütenzucker erhitzt, bis sich der Süßstoff komplett aufgelöst hat. Danach sind die Holunderdolden unter klarem Wasser vorsichtig abgespült. Die unbehandelten Limetten werden mit heißem Wasser gereinigt und anschließend kleingeschnitten.

Sobald die Flüssigkeit lauwarm ist, werden die Limettenscheiben und die Holunderblüten hinzugefügt.

Anschließend ruht das Gemisch circa drei bis vier Tage lang abgedeckt im Kühlschrank. Es ist empfehlenswert, dieses mindestens einmal täglich umzurühren.

Nach der Ruhephase wird die Mischung erhitzt und in abgekochte Einweckgläser beziehungsweise Glasflaschen abgefüllt. Sobald diese zugeschraubt sind, können die Glasgefäße auf den Kopf gestellt werden, damit sie sich verschließen.

Der köstliche Holundersirup eignet sich zur Herstellung von Holunderlimonade, Holundersekt oder spanischem Tinto de Verano (Sommerwein).

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eine Dolde Holunderblüten

 

 

 


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Rezept: Öko Waschmittel selber machen

Eine günstige Alternative für Weiß- und Buntwäsche

Wir kochen unser Waschmittel und Ihr? In diesem Beitrag berichten wir über unser geglücktes Experiment „Öko Waschmittel selber machen“. Seit nun mehr als sechs Monaten stellen wir unser Flüssigwaschmittel günstig selbst her.

Das braucht Ihr:

  • 30 Gramm Kernseife (beispielsweise Klar Öko Kernseife)
  • 5 bis 7 Esslöffel Waschsoda (zum Beispiel von Holste)
  • ätherisches Öl (Orange, Lavendel, Limette, …)
  • 2,5 Liter Wasser

Empfehlenswerte Hilfsmittel:

  • großer Topf (mindestens 2,5 Liter)
  • großer Rührlöffel
  • leere Glasflaschen
  • scharfes Messer

Und so geht´s:

Eine günstige Alternative für Weiß- und Buntwäsche

Wir kochen unser Waschmittel und Ihr? In diesem Beitrag berichten wir über unser geglücktes Experiment „Öko Waschmittel selber machen“. Seit nun mehr als sechs Monaten stellen wir unser Flüssigwaschmittel günstig selbst her.

Das braucht Ihr:

  • 30 Gramm Kernseife (beispielsweise Klar Öko Kernseife)
  • 5 bis 7 Esslöffel Waschsoda (zum Beispiel von Holste)
  • ätherisches Öl (Orange, Lavendel, Limette, …)
  • 2,5 Liter Wasser
  1. Bringt circa 800 Milliliter Wasser zum Kochen.
  2. Währenddessen wird die Kernseife sehr klein geschnitten.
  3. Nun gebt werden Waschsoda und Kernseife unter Rühren dem Wasser beigefügt. Dabei gilt: Umso härter das Wasser ist, desto mehr Waschsoda sind notwendig. In Rostock kommen hier sieben Esslöffel voll zum Einsatz.
  4. Das Gemisch wird so lange gekocht, bis die Seifenstücke komplett aufgelöst sind.
  5. Anschließend den Topf vom Feuer nehmen und ein paar Tropfen ätherisches Öl beifügen. Dies verleiht der Wäsche einen angenehmen, sehr leichten Duft. Wir geben maximal 2 bis vier Tropfen hinzu.
  6. Nach circa 24 Stunden werden weitere 1,3 Liter Wasser hinzugefügt und die Mischung unter Rühren erneut erhitzt. Sobald sich eine geschmeidige Seifenmischung ausbildet, kann das fertige Waschmittel direkt in die Flaschen zum Aufbewahren gefüllt werden und circa 2,5 Liter frisches Öko Waschmittel ist einsatzbereit.

Extra Tipps: Öko Waschmittel (vegan) selbst machen

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Öko Waschmittel selber machen

Dieses Rezept begeistert uns immer wieder auf ein Neues. Nicht nur der Duft, sondern auch die Funktionalität des natürlichen Gemischs ist lobenswert.

Bei Weißwäsche geben wir zusätzlich noch ein wenig Natron hinzu. Natron verleiht der Wäsche erhellenden Schwung.

Stark verschmutzte „Gartenbekleidung“ kann beispielsweise vor dem Waschgang mit Waschsoda eingeweicht werden. Den verbleibenden Schmutz löst die Kernseife des selbst gemachten Ökowaschmittels.

Es kommt bei uns ab und zu vor, dass das Waschmittel zu dickflüssig oder gar gallertartig wird. Wenn die Vorratsflaschen nicht zu prall gefüllt sind, werden diese einfach kräftig geschüttelt und das selber gemachte Flüssigwaschmittel kann einfach in das Waschmaschinenfach gegeben werden.

Pro Waschgang sind circa 150 bis 200 Milliliter Waschmittel notwendig. Damit können mit diesem einfachen Rezept für Öko Waschmittel circa 12 bis 15 Waschladungen gereinigt werden. Auch für Handwäsche nutzen wir dieses gern.

Wie wir Naturkleber für Korb aus Wolle selbst herstellen, erfahrt ihr HIER.

Vegane Bratlinge aus Brennesseln – Rezept HIER.

 


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DIY Korb aus Wolle basteln

Individuelle Größen und Formen aus Wollresten gestalten

Mit dieser Bastelanleitung, um einen Korb selbst zu machen, bekommen auch Eure Wollreste ab heute ein zweites, langes Leben. Gerade an den warmen Sommertagen macht es Freude, diese Körbe an der frischen Luft zu gestalten. Sogar die kleinen Händchen können hierbei kräftig mit patschen und experimentieren. Es ist möglich, das Körbchen in mehreren, etwas kürzeren Basteleinheiten den Tag über gemeinsam mit Kindern anzufertigen. Erfahrt hier, wie Ihr mit Kindern ab drei Jahren Körbe aus Wolle basteln könnt.

Das braucht Ihr für circa drei bis vier Körbe (mittelgroß, á 0,5-1 Liter) 

  • Wolle (Wollreste eignen sich ebenso)
  • 1 Tasse Mehl
  • 2 Esslöffel Zucker
  • 2 Tassen Wasser (kalt)
  • 400 Milliliter Wasser (kochend)
  • Frischhaltefolie
  • Bastelschere
  • Schüsseln oder Dosen in verschiedenen Größen

Selbst gemachter Kleber aus Mehl und Zucker

Der Naturkleber wird ähnlich wie Pudding zubereitet. Zuerst wird das Mehl mit dem Zucker verrührt. Diese Mischung gebt ihr unter Rühren in das kalte Wasser. Es eignet sich hierfür eine Gabel beziehungsweise ein Schneebesen, damit keine Klümpchen entstehen.

Bringt währenddessen das restliche Wasser zum Kochen und rührt das Mehlgemisch unter Rühren ein. Danach wird die gesamte Mischung aufgekocht. Es ist gut, währenddessen weiterzurühren.

  • Alternativ kann der Naturkleber über Nacht abgedeckt aufbewahrt werden. Auch nach 48 Stunden ist er noch funktionstauglich.

Gefäße vorbereiten

Während der Naturkleber nun auskühlt, könnt ihr die Gefäße mit Frischhaltefolie überziehen. Beginnt hierfür bei der Öffnung und achtet darauf, dass die Folie über dem Boden besonders straff anliegt. Circa ein bis zwei Lagen Frischhaltefolie genügen.

Muster aus Wolle legen

Grundsätzlich könnt ihr alle beliebigen Muster legen.

  • Achtet dabei darauf, dass der Boden sehr dicht sein sollte, damit das zukünftige Körbchen an Stabilität gewinnt. Hierfür werden die Wollfäden in unterschiedlichen Längen durch den Naturkleber aus Mehl gezogen, damit komplett feucht werden.

Nachdem ihr den unteren Teil gelegt habt, werden die Fäden am Rand des Gefäßes schrittweise nach oben gelegt.

Auf den Fotos ist gut erkennbar, dass ihr zwei Varianten habt. Entweder die Fäden werden ganz dicht gelegt oder etwas lockerer mit Abständen gelegt. Umso dichter die Wolle ist, desto robuster wird das federleichte Körbchen am Ende.

  • Zudem haben wird ausprobiert, einen Faden vor dem Einweichen in fünffacher Lage vorzubereiten. Mithilfe dieser Technik ist es möglich, kleine geflochtene Körbchen anzufertigen.

 

IMGP0089.JPG                                                                                      Außerdem kann es sinnvoll sein, den oberen Abschluss noch einmal etwas fester mit einem langen Faden zu gestalten.

Somit verleiht ihr dem selbst gemachten Korb zusätzliche Festigkeit und es sieht natürlich einfach schick aus.

 

  • Es ist empfehlenswert, alle Fäden zum Abschluss noch einmal richtig festzudrücken.
  • Sollten Arbeitspausen erfolgen, sind die bereits angetrockneten Wollfäden mit etwas Naturkleber anzufeuchten. Auf diese Weise haften die folgenden Wollmuster besser.

Selbst gemachten Korb trocknen lassen

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Die Trockenzeit der fertigen Körbchen beträgt circa 48 Stunden. Wir haben diese Bastelei bei 24 Grad Celsius im Garten gemacht und die selbst gemachten Utensilos anschließend in der prallen Mittagssonne auf dem Gewächshaus trocknen lassen.

Wenn ihr einen Korb als Weihnachtsgeschenk selbst machen wollt, könnt ihr diesen ebenso gut beispielsweise auf der Fensterbank über einer Heizung platzieren.

Getrocknete Körbchen vom Gefäß entfernen

Die kompostierbare Frischhaltefolie wird unten aufgeschnitten und langsam über das Mustergefäß gestülpt. Auf diese Weise rutscht der selbst gebastelte Korb schnell ab und die Folie kann einfach entfernt werden. Eventuell überstehende Reste des Naturklebers aus Mehl sind einfach per Hand zu entfernen. Der Kleber aus Mehl verleiht dem Öko Korb im Inneren einen leichten Glanz. Es eignet sich ausschließlich zum Aufbewahren von „trockenen“ Utensilien.

Das fertige Körbchen findet nun sicher vielseitige Verwendungsmöglichkeiten als Utensilo, Obstkorb, Besteckkorb, in der Nähstube oder auch als selbst gemachter Geschenkkorb. Alternativ könnt ihr auch einen wunderbaren Upcycling Korb selbst machen. Hierzu wird der Faden eines nicht mehr anziehbarem Kleidungsstück aus Wolle verwendet. Hier findet Ihr eine weitere Bastelanleitung für Upcycling Korb selbst machen.


Ein Kommentar

Kaffee aus Löwenzahnwurzel selber machen

Ein regionales Superfood bringt Schwung in den Alltag

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Als gesunde Alternative zu Kaffee eignet sich der Löwenzahn. Die Wurzel des in Deutschland üppig wachsenden Krautes wird zu einem bekömmlichen und ökologischen Kaffee-Ersatz verarbeitet.

Das braucht ihr:

  • frisch geerntete Löwenzahnwurzel
  • Gemüsebürste
  • Messer
  • circa zwei Backbleche oder Pfannen

Und so geht´s:

Die Löwenzahnwurzel wird mithilfe eines Spatens oder einer Metallschaufel vorsichtig aus der Erde geholt. Wählt hierzu einen Ort aus, der nicht maßlos überfüllt ist mit Löwenzahn, denn bei dieser Pflanze handelt es sich um eine Zeigerpflanze. Das bedeutet, eine üppig gefüllte öffentliche Wiese ist ein Zeichen dafür, dass kürzlich im Boden sehr viel Düngemittel versickert ist.

Löwenzahnwurzeln können bis zu einem Meter lang werden. Entsprechend tief muss manchmal gegraben werden. Es ist empfehlenswert, die Wurzel samt den Löwenzahnblättern mit nach Hause zu tragen. Sobald diese leicht welk werden und ihre Köpfe senken, können sie von der Löwenzahnwurzel getrennt werden, denn sämtliche Nährstoffe haben sich nun im Wurzelbereich angesammelt.

Unter klarem Wasser wird die Wurzel gereinigt. Eine Gemüsebürste kann hierbei behilflich sein. Mit einem Messer werden im Anschluss daran kleinere Wurzeln und Erdreste entfernt. Anschließend wird die Löwenzahnwurzel in kleine Stücke geschnitten. Zum Dörren beziehungsweise Rösten empfiehlt sich eine maximale Dicke von zwei Millimetern.

Für zwei Backbleche voller Löwenzahnwurzeln sind circa 40 Exemplare notwendig. Alternativ können auch kleinere Mengen verarbeitet werden. Bei den ersten Versuchen haben wir zwischen 5 und 7 Wurzeln in der Pfanne angeröstet. Hierzu ist es praktisch, das Ganze mit einem Deckel etwas abzudecken, dies beschleunigt den Prozess.

Von dieser Variante haben wird jedoch aus ökologischen Gründen abgesehen, denn die klein geschnittenen Löwenzahnwurzeln benötigen circa 40 bis 70 Minuten, bis sie komplett geröstet sind. Aktuell verarbeiten wir lieber etwas größere Mengen und rösten im Backofen, bei leicht geöffneter Ofentür (Umluft 200 Grad).

Während dieses Vorgangs verlieren sie sehr viel Flüssigkeit. Zwei Backbleche mit Löwenzahnwurzel ergeben zum Schluss circa ein durchschnittlich großes Einweckglas. Während des Röstens sind die Wurzelteile regelmäßig zu wenden, damit sie nicht anbrennen.

Kaffee kochen mit Löwenzahnwurzel

Die gerösteten Wurzeln bewahren wir in Vorratsgläsern im Schrank auf. Bei Bedarf verarbeiten wir einen Teil der Löwenzahnwurzel zu Pulver. Da eine praktische Kaffeemühle aktuell noch fehlt, verwenden wir zur Herstellung von Kaffeepulver aus Löwenzahn einfach einen Hammer. Die Wurzelstückchen befinden sich geschützt in einer Mullwindel aus Naturbaumwolle.

Anschließend wird das Pulver in Wasser zum Kochen gebracht. Nach circa drei Minuten Kochzeit erhaltet ihr einen dunklen, bekömmlich schmeckenden Kaffee aus Löwenzahnwurzel.

Der „Kaffeesatz“ setzt sich ähnlich wie bei türkischem Kaffee auf dem Boden ab. Bitte beachtet, dass Löwenzahnwurzel auch natürliche Muntermacher enthält. Zwar kann die Löwenzahnwurzelgeschichte ein Abenteuer für die ganze Familie sein, dennoch eignet sich der Genuss von Löwenzahnkaffee nicht für Kinder.

Wir haben die Pfingstfeiertage dazu genutzt, unseren Garten intensiv weiter zu erkunden. Ja, tatsächlich war es beeindruckend, wie emsig die Kinder mit auf die „Suche“ gingen. Wir haben auf diese Weise ein aktives und gleichzeitig erholsames langes Wochenende an der frischen Luft genossen.

Im Gegensatz dazu kommen die getrockneten Wurzelstücken beispielsweise auch als Heiltee zum Einsatz. Ein Beispiel hierfür findet ihr HIER.

Eckdaten: Kaffee selbst machen aus Löwenzahnwurzel

  • pro Tasse (200 Milliliter) circa 1-2 Teelöffel Löwenzahnwurzelpulver
  • Pulver mit kaltem Wasser vermengen und zum Kochen bringen
  • Kochzeit: 3-5 Minuten
  • umso länger der Löwenzahnkaffee kocht, desto mehr Bitterstoffe gehen verloren
  • gleichzeitig wird der Kaffee aus Löwenzahn durch eine längere Kochzeit aber etwas milder im Geschmack

Gesunde Knabberei: geröstete Löwenzahnwurzel

IMGP9949.JPGWährend der Vorbereitungen probierten wir natürlich auch die kleinen, bräunlich gerösteten Wurzelstücken. Nun ist ein kleines Glas mit Knabberei aus Löwenzahnwurzel bei uns eingezogen. Ich nutze diese auch gern als nährstoffreiches Topping auf Salaten. Hierbei sind die goldbraun gerösteten Wurzelstücken empfehlenswert. Alternativ eignet sich zur Herstellung dieser Knabberei ein praktischer Dörrautomat. Was wir aus Löwenzahnblüten machen, verraten wir in unserem Honigrezept für Rohköstler.

 


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Upcycling: Korb selbst machen

Praktisches Körbchen aus gebrauchter Kleidung selbst herstellen

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Einen Korb selbst machen gehört zu den Klassikern der Hobbybastelei schlecht hin. Aber auch Laien können sich mit einer einfachen Bastelanleitung schnell einen einzigartigen Korb für Regal, Accessoires oder Schrank machen. Dieser Blogbeitrag zeigt, wie aus einer Cordhose, 13 A4 Blättern und ein bisschen Pappe im Nu ein praktische Utensilo selbst gemacht werden kann.

Das braucht ihr:

  • 13 A4 Blätter (beispielsweise Druckerpapier)
  • alte Hose oder Shirt, inkl. Nähmaschine bzw. Nadel und Faden
  • Pappkarton für die Grundfläche
  • schwerer Blumentopf, gefülltes Einweckglas beziehungsweise Vorratsglas
  • Schere
  • Kleber
  • eventuell Heißklebepistole

Vorbereitungen:

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Zuerst ist ein möglichst langer Faden herzustellen. Hier kam eine nicht mehr tragbare Cordhose zum Einsatz. Nachdem sie in lange Streifen geschnitten wurde, nähten wir alle Einzelteile zusammen und wickelten den Faden zu einem „Knäul“ zusammen.

Die A4 Blätter werden zu Stäbchen straff zusammengerollt und die letzte Ecke ist mit ein wenig Bastelkleber zu fixieren.

Das gewählte Flechtgefäß dient als Grundfläche. Hier kam ein circa 2 Liter großer Blumentopf aus Terracotta zum Einsatz. Dieser wird auf dem Karton platziert, um zwei kreisförmige Grundflächen auszuschneiden.

So einfach geht´s:

Danach werden die 13 Papierröhrchen sternförmig auf eine Pappe geklebt. Der zweite Pappkreis ist anschließend darauf zu kleben. Alle Papierarme werden daraufhin einmal hochgebogen. So sind die nachfolgenden Arbeitsschritte einfacher.

Das Gefäß ist auf dem Pappboden zu platzieren. Danach kann das Flechten direkt beginnen. Der Anfang des Cord-Fadens wurde mit etwas Kleber fixiert. Die circa 25 cm hohen Papierröhren begannen sich etwa ab der dritten Runde von selbst aufrechtzuhalten. Anfangs waren helfende Hände notwendig. Es ist auf jeden Fall praktisch, wenn der Arbeitstisch von allen Seiten begehbar ist, so wird das Korb selber Flechten wesentlich einfacher.

Während des Korbflechtens ist es wichtig, den Faden stets sehr fest zu ziehen. So bekommt das selbst gebastelte Körbchen am Ende mehr Stabilität.

Zum Schluss wurde der schwarze Faden aus Cord-Stoff einfach an einem Papierröhrchen festgebunden. Die überstehenden Papierreste wurden hier am oberen Rand mit verflochten und dann noch mal kurz mithilfe der Heißklebepistole fixiert.

Viel Spaß beim Ausprobieren. Als Alternative zum Upcycling Stoff bietet sich auch bereits verwendetes Geschenkpapier, Kokosgarn, dicke Wollreste oder geflochtene Paketschnur zum Herstellen eines selbst gemachten Körbchens an.


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Vegetarische Bratlinge mit Brennnessel

Rezept für 8 Bratlinge

Schmackhafte und schnell herzustellende vegetarische Bratlinge mit regionalem Superfood bereichern die gesunde Naturküche. Die Brennnessel liefert wertvolle Nährstoffe und in Kombination mit Bio Sesam und Rohkost Erdmandelmehl eignen sie sich als Salatbeilage oder in Kombination mit einem peppigen Dressing.

Zubereitungszeit: 10 Minuten (+ 5 Minuten Bratzeit)

Zutaten:

  • 4 Hände voll Brennnessel
  • 2 Esslöffel Sesam
  • 1 Möhre, fein gerieben
  • 2 Eier
  • 3-4 Esslöffel Zwiebeln, gehackt
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 3 Esslöffel Erdmandelmehl (oder gemahlene Mandeln)
  • Kokosöl zum Braten

Zubereitung:

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Brennnessel Bratlinge (vegan)

Die Brennnesseln werden circa drei bis fünf Minuten in kochendem Wasser blanchiert. Danach herausgenommen und nach dem Abkühlen klein geschnitten. Das ausgekühlte Wasser eignet sich zum Gießen von Jungpflanzen.

Während des Kochens werden alle anderen Zutaten miteinander vermengt. Danach werden die Brennnesseln hinzugegeben.

Mithilfe von zwei Löffeln werden circa 8 Bratlinge direkt ins heiße Kokosöl gegeben. Nach circa fünf bis acht Minuten sind von beiden Seiten der veganen Bratlinge goldbraun gebacken.

PENTAX DIGITAL CAMERAAls Alternative zu frischen Brennnesseln können auch getrocknete Blätter beziehungsweise reines Brennnesselpulver verwendet werden. Der Geschmack ändert sich etwas, die Nährstoffe bleiben jedoch erhalten. Brennnesseln werden zwischen April und Oktober geerntet. In kleinen Bündeln können die frischen Pflanzen hängend getrocknet werden. Nach circa 5-7 Tagen werden sie in luftdichten Dosen aufbewahrt. Wer es eilig hat, kann auch einen Dörrautomaten verwenden. Anstelle der Eier könnt ihr auch Mandelpürree verwenden und es entstehen vegane Bratlinge.